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Virtual Reality 2017: Das erwartet euch im neuen Jahr

Was wird uns in 2017 erwarten im Bereich Virtual Reality? Welche neuen VR-Brillen werden uns 2017 begrüßen? Welche VR-Techniken werden kommen? Wie steht es generell um die Zukunft von Virtual Reality? Also lieber Kaffeesatz, was kannst Du uns sagen?

1. Neue HTC Vive

Im Juli machten bereits Gerüchte die Runde, dass HTC am Nachfolger seiner VR-Brille arbeitet. Nun scheinen sich die Gerüchte zu erhärten. Der gut informierte Twitter-Leaker LlabTooFeR hat erfahren, dass eine neue HTC Vive unter dem Codenamen „Oasis“ entwickelt wird. Sie soll leichter sein, einen höheren Tragekomfort bieten und eine bessere Performance haben. Erscheinen wird sie wahrscheinlich schon im Frühjahr 2017. Allerdings kommen erstmal nur Businesskunden in den Genuss des neuen Modells. Sie wird also vorwiegend in den VR-Arcaden zu finden sein. Die sprießen ja jetzt weltweit aus dem Boden.

Wahrscheinlichkeit: sicher

2. VR-Arcaden in jeder Großstadt

Da wir schon beim Thema VR-Arcaden sind. Eigentlich war die Spielhalle, in der Videospieler mit Hingabe zocken, ja schon Tod (bis auf Japan). Doch aktuell sprießen VR-Arcaden weltweit wie Pilze aus dem Boden. So gibt es jetzt schon in Städten wie Shenzhen, Taipei, Wien und auch Düsseldorf VR-Cafés bzw. Arcaden. Auch die VR-Spielhalle „The Void“ hat ihre Tore in New York im Madame Tussauds geöffnet. Allein HTC plant weltweit Tausende VR-Arcaden zu eröffnen. Der Grund ist simpel: Mit den Spielhallen lässt sich Geld verdienen. Die Endkonsumenten halten sich nämlich bei der VR-Brille eher zurück. Bis Winter 2016 sind dennoch schon über 140000 HTC Vive verkauft wurden. Aber vor allem in den Arcaden sieht HTC eine rosige Zukunft für seine Business Brillen.

Wahrscheinlichkeit: sehr hoch

3. Microsoft etabliert VR im Massenmarkt

Im Oktober 2016 verkündete Microsoft seine VR-Pläne. Das Unternehmen will einen VR-Standard schaffen, der ohne High-End-PCs funktioniert. So müssen die Computer nur 4 GB RAM besitzen einen Quad-Core-Prozessor und eine Grafikkarte mit DirectX 12 Unterstützung. Auch ein USB-3.0-Anschluss ist Pflicht. Die damit kompatiblen VR-Brillen soll es bereits ab 300 Euro geben. Produziert werden die VR-Brillen von HP, Dell, Lenovo, Asus und Acer. Ob diese preiswerten Head-Mounted Displays dann mit Rift und Vive mithalten können, ist allerdings nicht klar. Auf jeden Fall wird Microsoft damit, genau wie Sony mit der Playstation VR, Virtual Reality massenmarkttauglich machen.

Wahrscheinlichkeit: sehr hoch

Virtual Reality 2017 Hololens4. Microsoft bringt eigene VR-Brille heraus

Laut Tom’s Hardware soll Microsoft an einer eigenen VR-Brille arbeiten. Das wäre nur konsequent, denn die Bereiche Notebook, Tablet, Telefonie und Spielkonsole decken die Redmonder bereits mit eigenen Produkten ab. Die Microsoft VR-Brille soll außerdem Technik der HoloLens nutzen und ihr Preis bei nur 300 Dollar liegen. Allerdings hat bisher Microsoft diese Gerüchte nicht bestätigt.

Wahrscheinlichkeit: mittel bis hoch

5. Kabellose HTC Vive

TPCAST arbeitet zurzeit an einem System, mit dem die Signale zwischen HTC Vive und PC kabellos übertragen werden. Auf der chinesischen Vive-Seite konnte die Funklösung bereits vorbestellt werden. Der erste Stock des Systems war innerhalb von 18 Minuten verkauft. Das TPCAST soll im Frühjahr 2017 erscheinen und es soll die Latenz des VR-Systems nur um zwei Millisekunden erhöhen. Ob dieser Wert wirklich erreicht wird, steht jedoch noch in den Sternen.

Wahrscheinlichkeit: sicher

6. Steam VR auch für Apple und Linux

Aktuell arbeiten die Programmierer von Valve an der Portierung der Steam-VR-Plattform, um sie für Linux- und Applenutzer zugänglich zu machen. Damit werden spätestens im nächsten Jahr auch User dieser Systeme VR-Titel erleben können, wenn die Entwickler sie dafür portieren. Bisher waren ja hochwertige VR-Inhalte nur Windowssystemen vorbehalten.

Wahrscheinlichkeit: sicher

7. Motion-Sickness-Problem wird gelöst

Aktuell leiden immer noch ein paar Spieler unter Motion Sickness, wenn sie bestimmte VR-Inhalte erleben. Gerade schnelle Bewegungen und Kamerafahrten können ab und an zu Übelkeit führen, denn der Körper bleibt in Ruhe, aber die Augen melden dem Gehirn Bewegung. Es gibt einige Ansätze, das Problem jetzt endgültig zu lösen. So bewegt man sich in vielen Games nur langsam vorwärts oder man teleportiert sich. Auch das Spielen auf einer begrenzten Fläche oder per Laufbandcontroller kann helfen. Darüber hinaus hat ein pfiffiger Entwickler eine App programmiert, die wie ein Schrittzähler fürs Smartphone funktioniert. Nur hier werden nicht Schritte gezählt, sondern Du läufst auf der Stelle und die Figur in VR läuft vorwärts. Das sieht zwar komisch aus, aber VR-Übelkeit soll angeblich nicht mehr entstehen. Ob diese App generell das Motion-Sickness-Problem löst? Eher unwahrscheinlich.

Wahrscheinlichkeit: unwahrscheinlich

8. Merged Reality kommt

Virtual Reality 2017Unter dem Codenamen „Project Alloy“ baut Intel zurzeit eine VR-Brille, welche die reale Umgebung erfasst und dort befindliche Gegenstände, Zimmer usw. mit der virtuellen Welt vermischen kann. Diese Vermischung wird auch als Merged Reality bezeichnet. Daneben fungieren dank der Sensoren außerhalb der Brille, die Hände als Controller. Die Brille läuft völlig autonom, muss also nicht an einen PC angeschlossen werden. „Project Alloy“ soll aber nicht nur eine VR-Brille von Intel werden, sondern ein offener Standard. Andere Firmen können also ebenfalls zum System passende Brillen bauen.

In die gleiche Richtung wie Intels Projekt geht auch Sulon Q von AMD. Die Brille sollte eigentlich schon im Herbst 2016 erscheinen, was sie aber nicht tat. Sie hat ebenfalls Außenkameras, um die Umgebung zu erfassen, und läuft autonom. Auch hier können die Hände als Controller genutzt werden.

Wahrscheinlichkeit: hoch

9. Eye-Tracking wird VR-Brillen verbessern

Unter Eye-Tracking wird ein Verfahren verstanden, was die Bewegung der Augen analysiert und daraus den Blickpunkt berechnet. Kurzum: Das System weiß, wohin die Augen sehen. Durch diese Technologie können VR-Systeme enorm viel Rechenleistung sparen. So muss nämlich nur der Bildausschnitt hochwertig gerendert werden, der gerade angesehen wird. Außerdem wirken damit VR-Umgebungen natürlicher und VR-Übelkeit kann verringert werden. Darüber hinaus verbessert sich die Interaktion in Spielen. Figuren reagieren, wenn sie angesehen werden. In Chatrooms wissen die Nutzer, ob der andere zu ihnen sieht oder zum Nachbarn.

Die Fove ist eine der ersten VR-Brillen, die auf dieses Feature setzt. Sie hat dazu Infrarotkameras eingebaut, die genau die Blickrichtung ermitteln. Ende 2016 soll sie an Vorbesteller ausgeliefert werden. Aber auch kommende VR-Brillen werden auf die Technologie setzten, da sie die genannten Vorteile bietet.

Wahrscheinlichkeit: sehr hoch

10. Google Daydream löst Cardboard ab

Bereits im Mai 2016 kündigte Google den Nachfolger von Cardboard an. Mit Daydream werden VR-Erlebnisse auf dem Smartphone wesentlich besser. Die Latenz sinkt und die Steuerung ist dank Mini-Fernbedienung intuitiver. Natürlich ersetzt Daydream kein stationäres VR-System wie die HTC Vive oder Oculus Rift, macht aber viel richtig. Bisher sind mit Daydream nur Googles Pixel Handys (beide Versionen) sowie das Moto Z (beide Versionen) kompatibel. Im nächsten Jahr werden aber deutlich mehr Smartphones erscheinen, die ebenfalls die Daydream-Nutzung erlauben. Wer also mit seinem Smartphone hochwertige VR-Erlebnisse genießen möchte, sollte 2017 beim Kauf unbedingt auf die Daydream-Kompatibilität achten.

Wahrscheinlichkeit: sehr hoch

11. Bonus: VR-Games

Und für alle, die wissen wollen, was das Jahr 2017 an VR Spielen bringen wird, haben wir nicht in den Kaffeesatz geschaut, sondern bei Youtube gestöbert. „Top 10 Game Trailers“ hat sich die Mühe gemacht und die aus seiner Sicht zehn wichtigsten VR-Titel des nächsten Jahres für HTC Vive, Oculus Rift und Playstation VR zusammengetragen.

 

Wir haben VR-Entwicklungen unterschlagen, vergessen oder übersehen?

Was glaubst Du, wohin das Jahr 2017 die VR-Szene führen wird?

Hinterlass uns einen Kommentar.


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Kommentare

Piu 3. August 2017 um 13:27

Hallo

Vielen Dank für eure Arbeit. Eure Webseite ist sehr informativ, aktuell und umfangreich.
Good job!

Gruss
Piu

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