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Samsung Gear

(4.5 / 5 bei 18 Stimmen)

56,90 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.Zuletzt aktualisiert am: 21. August 2017 9:21
Display-TypHD Super-AMOLED-Display 5,1 - 5,7 Zoll
Auflösung2560 x 1440 Pixel
Bildwiederholrate (fps)60 Hz
Sichtfeld101 °
Integrierte Kamera
Room-Scale
Headtracking
Gewicht318 g
Benötigte HardwareSamsung S6 Reihe (S6, S6 edge und S6 edge+), S7 Reihe (Galaxy S7, S7 edge), Note 5 und Note 7

Gesamtbewertung

74%

"Für Neugierige mit passendem Galaxy-Smartphone eine klare Empfehlung"

Ausstattung
70%
Beschleunigungssensor, Gyroskop, Magnet-Sensor
Bedienung
70%
Touchpad am Rahmen der Brille
Tragekomfort
80%
bequeme + dicke Gesichts-Polster
Design
85%
dunkelblauer, recht hochwertiger Kunststoff
Preis-Leis­tungsver­hält­nis
65%
nicht günstig, aber integriertes Headtracking und Touchpad

Samsung Gear VR – die dritte Generation im Test

Samsung hat im August 2016 die dritte Generation seiner VR-Smartphone-Brille vorgestellt. Grund genug uns eine der wohl erfolgreichsten VR-Brillen dieser Art genauer anzusehen. Wir haben die Samsung VR für euch getestet und erlebten die ein oder andere Überraschung.

Samsung Gear VRSchon Anfang des Jahres 2015 erschien die erste Samsung VR Gear auf dem Markt. Es handelte sich um eine Entwickler-Version, die mit 200 Euro für eine VR Smartphone Brille recht teuer war. Immerhin benötigt der User dafür noch ein Samsung Smartphone, was auch seinen Preis hat. Doch die Version für Endkunden, die im November 2015 herauskam, kostete nur noch die Hälfte. Sie war sogar leichter und trug sich bequemer. Nun hat Samsung im Sommer 2016 nachgelegt. Die dritte Generation der wohl bekanntesten VR Smartphone Brille ist erschienen. Was sich änderte, was die Brille kann und ob sich ihre Anschaffung lohnt, erfahrt ihr jetzt.

VR Smartphone Brillen – kurz erklärt

Bevor wir loslegen, wollen wir noch kurz den Unterschied zwischen einer VR Smartphone Brille (auch Cardboard genannt) und einer VR Brille wie der Oculus Rift erläutern. Für erst genannte braucht ihr nämlich ein Handy, was in die Brille eingesetzt wird. Die VR Smartphone Brille ist nur dafür zuständig, das Umgebungslicht abzuschirmen und euer Smartphone sicher zu verwahren. Auch ist in der Brille eine Optik untergebracht, die das Display vergrößert. So ergibt sich ein größeres und damit echter wirkendes Sichtfeld. Die anderen VR Brillen brauchen zum Betrieb einen PC oder eine Spielkonsole und haben eigene Displays, Sensoren usw.

Erste Besonderheit der Samsung Gear VR

Normale Cardboard VR Brillen nutzen, um die Kopfbewegung der User zu erfassen, die eingebauten Sensoren des Smartphones. Allerdings arbeiten die lediglich mit einer Abtastfrequenz von 100 Hz. Das ist sehr wenig und genügt nicht, um eure Kopfbewegung schnell genug zu registrieren. Die Folge ist, dass das Bild nicht synchron zu eurer Bewegung bleibt. Dreht ihr den Kopf schnell nach links, braucht das Handy einen Moment, um den korrekten Bildausschnitt anzuzeigen.

Gear VRIn der VR Gear sind hingegen eigene Sensoren verbaut. Diese arbeiten mit Oculus Software, also einer Applikation, welche die Hersteller der bekannten VR Brille entwickelten. Diese Software in Kombination mit den Sensoren erreicht eine Abtastfrequenz von 1000 Hz. Diese genügt, um eine Verzögerung von unter 20 ms zu erreichen. Dreht ihr den Kopf schnell nach rechts, reagieren die Sensoren sofort und das Smartphone zeigt den korrekten Bildausschnitt an. Ihr habt das Gefühl, euch wirklich in einer anderen Welt umzusehen.

Die zweite Besonderheit der Samsung VR

Fast alle VR Smartphone Brillen arbeiten mit jedem beliebigen Android- oder iOS-Handy zusammen. Nur bestimmte Displaygrößen können unter Umständen Probleme bereiten. Bei der VR Gear ist es anders. Sie läuft nur mit den Samsung Smartphones S7, S6, S6 Edge und Edge+ sowie dem Galaxy Note 5 und 7. Das kann man als Minuspunkt für die Brille auslegen, da Nutzer anderer Smartphones nicht von ihren Vorzügen profitieren können. Andererseits wissen die Entwickler genau, was die Samsung-Smartphones können und das erlaubt ihnen, ihre VR-Applikationen genau an die Hardware anzupassen. Die Programme laufen stabiler und machen einfach mehr Spaß. Das gleicht den Nachteil wieder aus.

Die Daten der neuen Samsung Gear VR

Die neue VR Gear kommt auf ein Gewicht von 345 Gramm inkl. der Abdeckung, die euer Handy schützt. Sie misst 21 Zentimeter in der Breite, 12 Zentimeter in der Länge und knapp 10 Zentimeter in der Höhe. Das Sichtfeld der neue Samsung VR beträgt 101 Grad. In ihr arbeiten ein Lagesensor, ein Beschleunigungssensor und ein Annäherungssensor. Der merkt ob ihr die Brille aufhabt oder nicht. Zur Steuerung nutz ihr ein seitlich angebrachtes Touchpad. Daneben findet ihr eine Zurück-Taste und eine Lautstärketaste sowie einen Button, der euch direkt zu Oculus Home führt. Die Farbe der neuen Gear VR ist schwarz. Der Anschluss des Smartphones erfolgt über USB-C oder den beigelegten Micro-USB-Adapter.

Alle Daten auf einen Blick:

  • Größe: 207,8 × 122,5 × 98,6 Millimeter
  • Gewicht:: 345 g (312 g ohne Frontabdeckung)
  • Sichtfeld: 101°
  • Sensoren: Lagesensor, Beschleunigungssensor, Annäherungssensor
  • Farbe: Blue Black
  • Anschluss: USB-C, Micro-USB (Adapter)
  • Kompatibilität : Galaxy Note7, S7, S7 edge, Note5, S6, S6 edge, S6 edge+

Unterschiede alte und neue Samsung Gear VR

Der sicherlich auffallendste Unterschied ist die Farbe. Die alte VR Gear war weiß, was zu Reflexionen auf dem Handydisplay führen konnte. Die neue VR Smartphone Brille schluckt das Umgebungslicht wesentlich besser. Auch das Sichtfeld hat sich vergrößert, und zwar um 5 Grad. Das merken wir deutlich, als wir beide Brillen im direkten Vergleich aufsetzen. Bei der Polsterung und dem Kopfband hat Samsung ebenfalls zugelegt. Die Polsterung ist dicker und nun drückt kaum noch etwas auf die Nase und im Gesicht. Das Kopfband ist wesentlich komfortabler und die Brille sitzt einfach besser auf dem Kopf. Da merken wir gar nicht, dass sich das Gewicht der Brille um fast 30 Gramm erhöht hat. Wichtigster Unterschied zur Vorgängerversion ist aber der USB-C-Anschluss. Den braucht ihr, um die Brille mit einem Galaxy Note7 betreiben zu können. Dank des Adapters auf Micro-USB sind aber auch die anderen Samsung Smartphone anschließbar. Ein wenig überarbeitet haben die Koreaner auch das Steuerpad, es ist etwas größer und hat keine Controllergravur mehr. Außerdem ist der Oculus-Home-Button hinzugekommen.

Inbetriebnahme

Dazu setzen wir unser S7 edge in die Samsung VR ein. Dank der Plastikklammern hält unser gutes Stück dann bombenfest in der Halterung. Ist das getan, installiert sich die Oculus App beim ersten Aufsetzen der Brille. Sehr nutzerfreundlich. Nach der schnellen Installation begrüßt uns die Software-Bibliothek. Hier können wir Spiele, Anwendungen und Filme aussuchen und ansehen. Die Steuerung und Auswahl erfolgt über das Touchpad und die Blickrichtung. Mit dem Home-Button kommt ihr immer wieder zurück zum Ausgangsbildschirm.

Brillenträger können ihre Sehhilfe leider nicht aufsetzen. Aber dafür lässt sich die Schärfe der Linsen über ein Drehrad individuell einstellen.

Ton

Der Ton ist für VR Erfahrung fast genauso wichtig wie das Sehen. Um wirklich auch von 3D-Sound zu profitieren, nehmt Kopfhörer, die ihr einfach am Smartphone anschließt. Wir fanden es am besten, mit In-Ear Kopfhörern die VR Gear zu nutzen. Over-Ear Kopfhörer drücken nämlich zusätzlich auf das Kopfband.

Hitzeentwicklung

Ein Punkt wird bei der Samsung VR immer wieder bemängelt: die Hitzeentwicklung. Da der Handyakku allein die Brille und das Smartphone mit Energie versorgt, wird er schnell warm. Bei manchen Anwendungen muss sich deshalb das Handy wegen Überhitzungsgefahr ausschalten. Das stört beim Spielen natürlich. Allerdings kommt es immer auf die Anwendung an. Nicht sehr rechenintensive Apps belasten das System kaum. Aber ohne Zweifel muss hier Samsung nachbessern. Deshalb wird es wohl in der nächsten Brille einen Ventilator geben und ein Ableitungssystem für die Hitze. Aber wir konnten die Laufzeit unserer Gear VR einfach dadurch verlängern, dass wir die Abdeckung, hinter der das Handy eigentlich verschwinden soll, weggelassen haben. Außerdem schlossen wir alle anderen Android-Anwendungen.

Anwendungen und Spiele

Im Oculus Store können wir inzwischen viele tolle Titel kaufen. Wir haben für euch ein paar Apps und Spiele ausprobiert, denn auf das Spiel- bzw. Mittendringefühl kommt es ja bei einer VR Brille an.

Perfect Beach

„Perfect Beach“ ist eine App, die euch auf eine tropische Insel bzw. deren Strand entführt. Ihr könnt hier einfach dem Meer lauschen oder euch leichte Meditationsübungen anhören. Selbst eure eigene Playlist lässt sich abspielen. So entflieht ihr dem stressigen Alltag. Wir fanden es toll, einfach mal zwischendurch am Strand zu relaxen.

Jurassic World – Apatosaurus

Wer wollte nicht schon einmal einen Dino hautnah erleben? Mit dem kurzen VR-Filmchen „Jurassic World – Apatosaurus“ geht das. Der Aptosaurus blickt euch direkt an. Allein deswegen lohnt sich schon die Anschaffung der Samsung Gear VR.

Land‘s End

Das Spiel „Land’s End“ führt euch auf eine einsame Insel. Hier müsst ihr mit ein bisschen Gehirnschmalz ein paar Rätsel lösen, die euch auf eine aufregende Reise über die Insel führen. Ein Spiel, dass genau auf die Bedürfnisse von VR angepasst ist. Wir sind begeistert.

Fazit

Wenn wir uns überlegen, was ein High-End-PC plus Oculus Rift oder HTC Vive kostet, dann ist die Samsung Gear VR die perfekte Alternative. Mit ihr könnt ihr VR-Erfahrungen machen, ohne euch in Unkosten zu stürzen. Außerdem erscheinen täglich neue Apps und Spiele für die VR Smartphone Brille. Und wir müssen sagen: Die neue Samsung VR hat nochmal deutlich an Qualität und Tragekomfort zugelegt. Virtual Reality macht mit ihr richtig Spaß.

 

Neuerscheinung Samsung Samsung Gear

56,90 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.Zuletzt aktualisiert am: 21. August 2017 9:21
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